6 Paare erzählen über ihre Trauzeremonie

Das Herzstück eures schönsten Tages bildet das Jawort. Ihr bekennt eure Liebe zueinander und den Wunsch, euer restliches Leben gemeinsam zu verbringen. Doch wie gestaltet man diesen besonderen Akt am besten? Sechs Paare erzählen über den Ablauf ihrer Trauzeremonie.

Geli & Nico

„Für uns war gleich klar, dass wir eine deutsch-persische Zeremonie ohne religiöse Parts auf einer Wiese möchten. Das Hofgut Heidesheim in Obrigheim bot dafür die perfekte Location. Genauso perfekt war unsere Traurednerin: Silvia Razavi bietet gemeinsam mit ihrem Mann Trauungen mit einem ‚Sofreh Aghd‘, einem persischen Vermählungstisch. Zuerst hielt Silvia einen freien, modernen Teil auf Deutsch. Dann übernahm ihr Mann mit dem traditionellen Teil auf Persisch. Unsere Trauung war für alle ein spannendes Highlight.“

Unser Tipp: „Wenn ihr euch eine bestimmte Trauung wünscht, dann bucht dafür einen Profi. Sie wissen, worauf es ankommt, sodass alles unkompliziert läuft.“

Jessi & Philipp

„An einem Freitag im August heirateten wir in meiner Heimatgemeinde Feldafing standesamtlich. Am Tag darauf sagten wir in Philipps Heimatort Gronsdorf kirchlich ja. Da Philipp vor fünf Jahren aus der Kirche ausgetreten ist, musste ich einen Antrag an den Pfarrer stellen, der uns traute. Die Bewilligung war kein Problem. Musik in den Wortgottesdienst einzubauen, war uns sehr wichtig. Deshalb organisierten wir über die Gemeinde eine Orgelspielerin und eine Sängerin. Als große Überraschung für uns spielten einige Familienmitglieder ‚unser‘ Lied ‚Bergwerk‘ von Rainhard Fendrich. Das war superschön.“

Unser Tipp: „Kümmert euch frühzeitig um die kirchliche Trauung, damit alle Unterlagen rechtzeitig da sind und sucht einen Pfarrer, der auf eure Wünsche eingeht.“

Claudia & Joel

„Da ich in Göteborg anfangs niemanden kannte, bin ich oft in die deutsche Gemeinde gegangen. Der Austausch mit anderen Eltern und Gemeinde-Mitarbeitern war superschön. Deshalb wollten wir in dieser Kirche heiraten. Im Vorgespräch mit dem Pfarrer überraschten uns mehrere kulturelle Unterschiede. Für den Einzug wünschten wir uns ‚Air‘ von Bach. Dieses Lied wird in Schweden aber üblicherweise bei Beerdigungen gespielt, also wählten wir ein Lied von Mando Diao. Außerdem ist es in Schweden üblich, dass das Brautpaar die ganze Zeit steht. Der Pfarrer sprach abwechselnd Deutsch und Schwedisch.“

Unser Tipp: „Gestaltet eure Trauung nach Aspekten, die euch viel bedeuten. Lasst euch dabei auch auf Neues ein und seid offen für Vorschläge.“

Valentina & Patrick

„In unseren Ferien in Ascona lernten wir Isole di Brissago im Lago Maggiore kennen. Auf der kleinen Schweizer Insel mit botanischem Garten fühlt man sich wie auf einer anderen Welt. Vollauf begeistert fragten wir im einzigen Hotel nach Traumöglichkeiten. Tatsächlich kann man in der Villa Emden heiraten und es war noch ein Dienstag im August frei. Der Trauraum bietet auf allen Seiten einen herrlichen Seeblick. Mit unseren zwanzig Gästen war das Hotel ausgebucht. Am Abend hatten wir neben dem Hotel auch die ganze Insel für uns. Getraut wurden wir vom Bürgermeister von Ascona, der das sehr lustig und locker gemacht hat.“

Unser Tipp: „Plant eure Trauung so, wie ihr es selbst möchtet und bleibt bei der Organisation relaxt.“

Leonie & Denis

„Da wir in Zürich leben, wollten wir eine ‚picture postcard perfect‘-Hochzeit in der Schweiz. Das Hotel Montana in Luzern war dafür ideal. Unsere Trauung fand auf der Hotelterrasse mit Blick auf den Vierwaldstättersee und die Berge statt. Wir wünschten uns eine freie Zeremonie ohne viele christliche Elemente. Da wir gerne kochen, schlug unser Trauredner als Ritual vor, ein Hochzeitsgewürz für uns zu kreieren. Die Bestandteile hatte er an einige Familienmitglieder verteilt, die sie nacheinander zu uns brachten. Währenddessen erklärte er die Bedeutung jeder Zutat. Es war superschön, dass unsere Familien so miteingebunden waren.“

Unser Tipp: „Überlegt euch vorab genau, was ihr euch als Paar wünscht und setzt das dann um.“

Tamara & Faruk

„Ursprünglich wollten wir letztes Jahr in Südfrankreich heiraten. Das mussten wir wegen Corona absagen. Im zweiten Anlauf suchten wir lieber eine Alternative in der Schweiz. Entscheidend war für uns eine Traumöglichkeit in der Natur. Ein Freund schlug Kunz Baumschulen in Uster im Kanton Zürich vor. Der riesige Garten für die Zeremonie und der ‚Wüstentunnel‘ für die Feier überzeugten uns sofort. Als Trauredner kam für uns nur jemand aus dem Freundeskreis infrage. Ein enger Freund meines Mannes machte das toll. Um uns Druck und Aufregung abzunehmen, las er auch unsere Ehegelöbnisse vor.“

Unser Tipp: „Eure Trauung soll für euch beide unvergesslich bleiben. Deshalb gestaltet sie so, wie es für euch stimmt und wie es euch gefällt.“

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