Laura (31) und Gregor (35): Hochzeit auf dem Schiff
Reiselust, Abenteuer und der Wunsch nach einer bewussten, persönlichen Feier standen für Laura und Gregor von Anfang an im Mittelpunkt ihrer Hochzeitsplanung. Statt einer klassischen Feier im großen Rahmen suchten sie nach einer besonderen Form des Jaworts – einer, die Freiheit, Nähe und gemeinsame Erlebnisse vereint. Die Hochzeit auf hoher See wurde für sie genau das: ein einzigartiger Moment zwischen Weite, Verbundenheit und Familie.
Reiselust, Abenteuer und der Wunsch nach einer bewussten, persönlichen Feier standen für Laura und Gregor von Anfang an im Mittelpunkt ihrer Hochzeitsplanung. Statt einer klassischen Feier im großen Rahmen suchten sie nach einer besonderen Form des Jaworts – einer, die Freiheit, Nähe und gemeinsame Erlebnisse vereint. Die Hochzeit auf hoher See wurde für sie genau das: ein einzigartiger Moment zwischen Weite, Verbundenheit und Familie.
Was hat euch dazu inspiriert, eure Hochzeit auf hoher See zu feiern?
Gregor: „Wir lieben beide das Reisen, das Entdecken neuer Orte und Länder. Da wir unsere Hochzeit bewusst nicht im ganz großen Rahmen feiern wollten, dafür aber den Polterabend umso größer, war eine Hochzeit auf hoher See für uns die perfekte Verbindung aus beidem.“
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Was hat euch an dieser Art der Hochzeit sofort fasziniert?
Laura: „Es ist auf jeden Fall etwas ganz Besonderes. Eine Hochzeit ist ohnehin ein sehr bedeutender Schritt im Leben, doch die Trauung auf hoher See hat für uns Sicherheit und Verbundenheit mit einem Gefühl von Freiheit und Abenteuer vereint. Wir befanden uns an einem für uns völlig neuen Ort, mitten auf dem Meer und genau das machte diesen Moment so einzigartig. Besonders berührend war für uns, dass unsere Familien diesen Weg mitgegangen sind und dieses außergewöhnliche Erlebnis gemeinsam mit uns teilten.“
Gregor: „Und auch der Gedanke, dass nach der Hochzeit nicht sofort alles vorbei ist, sondern wir noch mehrere Tage gemeinsam mit unserer Familie und der Hochzeitsgesellschaft verbringen konnten, hat diesen Moment für uns noch besonderer gemacht.“
Welche Voraussetzungen muss man erfüllen? Was war überraschend einfach und was unerwartet herausfordernd für euch?
Gregor: „Man muss zunächst die Reise selbst buchen und das Hochzeitspaket anmelden und das idealerweise sehr früh. In unserem Fall waren es fast zwei Jahre im Voraus, sobald die entsprechenden Reisen veröffentlicht wurden. Es gibt nur bestimmte Fahrten, die offiziell als Hochzeitsreisen gelten und von „Mein Schiff” entsprechend gekennzeichnet sind. Auf jeder dieser Reisen kann jeweils nur ein einziges Paar getraut werden. Genau deshalb ist eine frühzeitige Planung wichtig, um sich die gewünschte Route und den passenden Termin sichern zu können.“
Laura: „Außerdem ist nicht jede Reise automatisch rechtsgültig. Es gibt verschiedene Anbieter, die Hochzeiten auf See ermöglichen, daher sollte man sich im Vorfeld genau informieren, was man sich wünscht: Soll es eine rein symbolische Trauung sein, bei der die standesamtlichen Formalitäten später zu Hause erledigt werden oder legt man Wert auf eine rechtlich gültige Eheschließung? Für eine rechtsgültige Trauung müssen einige zusätzliche Punkte beachtet werden. In unserem Fall fand die Trauung unter maltesischer Flagge statt. Deshalb mussten wir alle Unterlagen, die man auch bei einem klassischen Standesamt einreichen würde – wie Geburtsurkunden oder das Ehefähigkeitszeugnis – vorab ins Englische übersetzen und notariell beglaubigen lassen. Diese Dokumente wurden anschließend an die zuständigen Behörden in Malta weitergeleitet. Gerade die Organisation solcher Formalitäten kann herausfordernd sein, etwa einen zeitnahen Notartermin zu bekommen oder alle Unterlagen fristgerecht einzureichen. Wichtig ist daher, sich frühzeitig zu informieren, alle Anforderungen genau zu prüfen und die jeweiligen Fristen im Blick zu behalten.”
Was ist das Ehefähigkeitszeugnis?
Laura: „Im Grunde bestätigt das Ehefähigkeitszeugnis lediglich, dass der oder die LebenspartnerIn, mit dem man die Ehe eingehen möchte, aktuell nicht in einer anderen Ehe verheiratet ist und somit rechtlich ehefähig ist.“
Wie viele Freiheiten hattet ihr bei Ablauf, Musik und Gestaltung?
Gregor: „Wir hatten tatsächlich ziemlich viel Einfluss. Sobald man das Hochzeitspaket bucht, kann man viele Details im Vorfeld festlegen – zum Beispiel die Musikauswahl, das Design und die Größe der Hochzeitstorte oder auch den Brautstrauß. Diese individuellen Wünsche werden vorab abgefragt und entsprechend umgesetzt. Der zeitliche Ablauf selbst war allerdings weitgehend vorgegeben und fest durch „Mein Schiff” geplant.“
Laura: „Da wir uns zum Zeitpunkt der Trauung auf internationalen Gewässern befinden mussten, konnte die Hochzeit nur an einem Seet-Tag stattfinden – also an einem Tag, an dem das Schiff in keinem Hafen lag. Zudem mussten wir eine bestimmte Anzahl an Seemeilen von der nächsten Landesgrenze entfernt sein. Die Crew hat darin viel Erfahrung und weiß genau, zu welcher Zeit das im jeweiligen Routenverlauf möglich ist. Bei uns war das der 28. Juli um 13 Uhr. Auch die Uhrzeit war vorgegeben, da der Kapitän, der die Trauung durchgeführt hat, zu diesem Zeitpunkt verfügbar sein musste und keine anderen wichtigen Aufgaben hatte. Dieser Rahmen war also festgelegt. Was die Gestaltung anging, hatten wir jedoch sehr viele Freiheiten. Wir konnten Wunschfotos einreichen, haben uns vorab über Pinterest inspirieren lassen und diese Ideen eins zu eins weitergegeben. Vor Ort gab es zusätzlich ein ausführliches Organisationsgespräch, in dem noch einmal alle Details gemeinsam durchgegangen wurden.“
Gregor: „Dabei haben wir auch alle wichtigen Beteiligten persönlich kennengelernt. Der Kapitän kam dazu, stellte sich vor, wir haben den Konditor getroffen, der noch einmal genau nachgefragt hat, wie die Hochzeitstorte aussehen soll, und auch der Florist war vor Ort.“
Laura: „Auch der Verantwortliche für die musikalische Umrahmung war dabei und hat sich mit uns abgestimmt. Er hat sogar ermöglicht, dass die von uns gewünschten Lieder live gesungen wurden. Insgesamt hatten wir das Gefühl, dass uns wirklich jede Möglichkeit geboten wurde und auf unsere Wünsche umfassend eingegangen wurde.“
Welche Rolle spielt das Meer für euch persönlich?
Laura: „Das Meer steht für uns symbolisch für Freiheit, Grenzenlosigkeit, aber auch für Ruhe. Bezogen auf die Ehe spiegelt es zudem wider, dass man gemeinsam auch stürmische Zeiten meistern kann. Besonders gefallen hat uns der Gedanke des Ankers als Symbol: Mit dem Lebenspartner hat man Halt und Sicherheit – egal, wie herausfordernd das Leben gerade ist. Genau diese Bedeutung hat für uns den Ausschlag gegeben, unsere Hochzeit auf hoher See zu feiern.“
Wie war für euch der Moment, als ihr euch an Deck das Jawort gegeben habt?
Gregor: „Es war natürlich der schönste Moment überhaupt – der, der sich am tiefsten einprägt. In diesem Augenblick ist die ganze Aufregung von uns abgefallen.“
Laura: „Ja, es war unglaublich emotional. Ganz ehrlich: Unser Eheversprechen und das Gelübde haben wir leicht schluchzend vorgetragen, weil all die Emotionen in diesem Moment hochkamen. Mit dem Jawort hat der Kopf wirklich realisiert, dass genau jetzt dieser Augenblick da ist, auf den wir so viele Monate hingearbeitet hatten.“
Gab es Details, die speziell für eine Hochzeit auf hoher See gewählt wurden?
Laura: „Ja, auf jeden Fall. Wir haben versucht, das gesamte Styling – von der Frisur über das Kleid bis hin zu den Blumen – auf das mediterrane Gefühl unserer Adriakreuzfahrt abzustimmen. Entsprechend haben wir viel mit Lavendel gearbeitet, sowohl optisch als auch geschmacklich. Dieses leichte, ungezwungene Lebensgefühl des Mittelmeers sollte sich widerspiegeln: bewusst etwas verspielter, nicht zu klassisch oder streng, sondern locker und natürlich. Darüber haben wir uns im Vorfeld viele Gedanken gemacht.“
Gregor: „Als Gastgeschenke gab es selbstgestaltete Schiffchen. Zusätzlich hat jeder Gast ein Handtuch mit unseren Reisedaten erhalten, eine Erinnerungstasse von „Mein Schiff” sowie kleine, urlaubstypische Aufmerksamkeiten wie Sonnenspray, Taschentücher zum Tränenabwischen und Seifenblasen.”
Laura: „Außerdem hatten wir einen großen Anker auf dem Trautisch, an dem unsere Ringe drapiert waren – als Symbol für Halt, Sicherheit und Beständigkeit in der Ehe.“
Wie würdet ihr die Atmosphäre an Bord beschreiben?
Gregor: „Von Anfang an haben wir uns sehr gut beraten und bestens aufgehoben gefühlt. Auch rückblickend können wir sagen, dass sich wirklich jedes Mitglied der Schiffscrew große Mühe gegeben hat, unseren Hochzeitstag unvergesslich zu machen. Besonders schön war, dass es auch für den Kapitän die erste Trauung war – man hat gemerkt, dass er selbst aufgeregt war. Das hat ihn für uns noch sympathischer gemacht, weil wir sofort auf einer Wellenlänge waren. Ein weiterer besonderer Moment war, als wir später über das Schiff gegangen sind: Wildfremde Menschen haben uns zugejubelt, gratuliert und wollten Fotos mit uns machen. Das war ein sehr einzigartiges Gefühl.“
Laura: „Trotzdem fand die Trauung selbst in einem geschützten, privaten Rahmen statt. Viele stellen sich bei einem Kreuzfahrtschiff unglaublich viele Menschen vor, aber wir waren tatsächlich nur im engsten Familienkreis. Die Trauung fand in der sogenannten X-Lounge statt, und obwohl diese öffentlich zugänglich war, fühlte sich alles sehr familiär an. Man hatte zu keiner Zeit das Gefühl, beobachtet zu werden. Alles Weitere konnten wir selbst steuern: Wenn wir abends im Brautkleid und Anzug feiern oder tanzen gegangen sind, war die Aufmerksamkeit der anderen Passagiere natürlich da – aber es fühlte sich niemals unangenehm an, ganz im Gegenteil.“
Gregor: „Ergänzend muss man sagen, dass die Trauung in der X-Lounge laut maltesischem Recht öffentlich stattfinden musste. Deshalb war sie dort angesetzt und nicht in einem abgeschlossenen Raum. Es konnten also theoretisch auch andere Suiten-Gäste zusehen, allerdings waren nur sehr wenige anwesend, sodass es trotzdem ein sehr intimer Rahmen blieb.“
Wie haben eure Gäste reagiert, als ihr ihnen mitgeteilt habt, dass ihr auf hoher See heiraten möchtet?
Laura: „Zuerst waren viele tatsächlich verblüfft. Aber gleichzeitig auch sofort voller Vorfreude und Begeisterung. Man hat bei allen direkt eine große Motivation und Neugier gespürt, die sich im Vorfeld immer weiter gesteigert hat.“
Gregor: „Der engste Familienkreis, insbesondere unsere Eltern, war bereits früh in die Planung eingeweiht und wusste, dass wir uns eine Hochzeit auf dem Schiff wünschen.“
Laura: „Sie haben uns von Anfang an voll unterstützt.“
Wie war es, mehrere Tage mit euren Liebsten zu verbringen?
Laura: „Es war sehr schön. Natürlich ist es ganz normal, dass man bei einer größeren Gruppe darauf achten muss, dass die unterschiedlichen Bedürfnisse berücksichtigt werden. Man trägt plötzlich nicht nur Verantwortung für zwei Personen, sondern für viele und findet immer wieder Kompromisse. Aber genau dieses intensive Beisammensein hat unsere Gemeinschaft unglaublich gestärkt. Obwohl wir unsere Familie und FreundInnen schon viele Jahre kennen und lieben, war dieser gemeinsame Hochzeitsmoment etwas besonders Verbindendes – an das wir bis heute sehr gern zurückdenken.“
Gregor: „Ja, vor allem, weil man jeden Tag gemeinsam neue kleine „Abenteuer“ erlebt hat. Wir waren zusammen auf dem Schiff unterwegs, haben verschiedene Städte besucht, gemeinsam gegessen und wirklich eine ganze Woche miteinander verbracht. Es gab keinen abrupten Abschluss nach der Hochzeit, sondern ein bewusstes Weiterfeiern und Zusammensein – das war etwas ganz Besonderes.“
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Suchen in HochzeitsplanerHattet ihr einen Hochzeitstanz?
Laura: „Ja, den hatten wir tatsächlich schon beim Polterabend zum ersten Mal gezeigt, weil wir diesen Moment gern mit einer größeren Anzahl an Menschen zu Hause teilen wollten. Dafür haben wir eine eigene Choreografie zu „Ohne dich“ von Eisbrecher einstudiert – passend zum maritimen Thema und zum Schiff. Auf dem Schiff haben wir den Tanz dann noch einmal wiederholt.“
Was war euer persönliches Highlight?
Gregor: „Mein persönliches Highlight war der Moment, als sich die Tür geöffnet hat und Laura in ihrem Hochzeitskleid auf mich zugekommen ist – der Augenblick, in dem ich sie zum ersten Mal gesehen habe.“
Laura: „Für mich war es derselbe Moment. Der Blick von Gregor, als wir uns das erste Mal gesehen haben und die ganze Liebe, die in diesem Augenblick in seinen Augen lag – das war unglaublich berührend.“
Was hat euch diese Art zu heiraten gelehrt?
Laura: „Vor allem den Mut zu haben, Neues auszuprobieren und sich gemeinsam auf Unbekanntes einzulassen. Es war ein bewusster, mutiger Schritt, nicht den klassischen Weg mit einer standesamtlichen Hochzeit vor Ort zu wählen, sondern sich auf das Abenteuer einer Trauung auf hoher See einzulassen. Wir haben dabei gelernt, wie wichtig gegenseitige Sicherheit und Vertrauen sind. Wenn man sich gemeinsam etwas vornimmt und beide voll dahinterstehen, kann es nur gut werden. Dann spielen auch Herausforderungen wie zusätzliche Formalitäten, mehrere Telefonate mit dem Notar oder Unsicherheiten bezüglich Termine, Wetter oder Anreise keine entscheidende Rolle mehr. Entscheidend ist, dass man diesen besonderen Weg gemeinsam geht.“
Für welche Paare ist eine Hochzeit auf hoher See besonders geeignet?
Gregor: „Auf jeden Fall für Paare, die genauso reisebegeistert sind wie wir und sich etwas Besonderes wünschen, ohne dass es dabei riesig oder pompös sein muss.“
Laura: „Auch für Paare, die gern im kleineren Kreis heiraten möchten, eignet sich diese Art der Hochzeit sehr gut. Und natürlich für alle, die offen sind, Neues auszuprobieren und Lust auf ein außergewöhnliches Erlebnis haben.“
Welchen Tipp würdet ihr Paaren geben, die von einer Hochzeit auf dem Schiff träumen?
Gregor: „Sich im Vorfeld auf jeden Fall sehr gut zu informieren. Wir haben uns frühzeitig Dokumentationen, YouTube-Videos und Erfahrungsberichte von Paaren angesehen, die bereits auf dem Schiff geheiratet haben. Außerdem haben wir viel mit „Mein Schiff” telefoniert, um die Abläufe genau zu klären: Wann sollten die Reisen gebucht werden? Reicht ein halbes Jahr im Voraus oder sollte man direkt buchen, sobald die Reisen veröffentlicht werden? Uns wurde klar empfohlen, möglichst früh zu buchen, um sich den gewünschten Termin und die Route zu sichern.“
Laura: „Wichtig ist auch, immer wieder nachzufragen, wenn etwas unklar ist. Eigene Wünsche sollte man nicht vorschnell aufgeben – gerade dann, wenn es Vorstellungen gibt, die man vielleicht schon seit vielen Jahren mit sich trägt. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass für fast alles Lösungen gefunden werden konnten und unsere Wünsche ernst genommen und umgesetzt wurden.“
Gregor: „Außerdem sollte man das Reiseziel nicht nur nach den eigenen Vorstellungen auswählen, sondern auch die Bedürfnisse der Familie mit einbeziehen, wenn man nicht allein heiraten möchte. Uns war wichtig, unsere Liebsten dabeizuhaben und das Erlebnis gemeinsam zu teilen.“
Laura: „Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, ganz intim zu zweit zu heiraten – in diesem Fall stellt das Schiff sogar TrauzeugInnen. Wer jedoch, so wie wir, im kleinen Familienkreis feiern möchte, sollte einen guten Mittelweg finden: die Bedürfnisse der Gäste berücksichtigen, ohne dabei die eigenen Vorstellungen und Ideale aus den Augen zu verlieren.“
Die Hochzeit auf hoher See
Das Paar startete schon früh in seinen Tag. „Wir waren tatsächlich schon um 7 Uhr morgens mit unserer Hochzeitsgesellschaft zum gemeinsamen Frühstück verabredet, da ich um 8 Uhr bereits meinen Termin bei der Visagistin für Make-up und Maniküre hatte“, erzählt Laura. Entsprechend früh begann dieser besondere Hochzeitstag – begleitet von Vorfreude, leiser Aufregung und dem sanften Rauschen des Meeres.
Noch vor dem Frühstück hatten Laura und Gregor gemeinsam letzte Vorbereitungen getroffen. Die Gastgeschenke waren bereits liebevoll vorbereitet und an der Hochzeitstafel platziert, dazu stand Sekt für ein kleines Anstoßen bereit. Während die Hochzeitsgesellschaft entspannt frühstückte, machte sich Laura nach etwa 45 Minuten gemeinsam mit der Verlobten ihres TrauzeugInnen auf den Weg zur Maske. Rund anderthalb Stunden lang wurde sie dort von Kopf bis Fuß verwöhnt, bevor es um 10 Uhr direkt weiter zum Friseur ging. Waschen, Föhnen, Hochstecken der Haare und das Befestigen des Schleiers nahmen weitere zwei Stunden in Anspruch, sodass Laura bis zur Mittagszeit nahezu durchgehend mit den Hochzeitsvorbereitungen beschäftigt war. Ihr Brautkleid war ein echtes Unikat: Dieses nähte sich die Braut selbst.
Die Vorbereitungen vor der Trauung
Gregor nutzte den Vormittag auf seine ganz eigene Weise. Gemeinsam mit seinem Trauzeugen und Lauras TrauzeugInnen saß er auf dem Balkon, ließ den Blick über das Meer schweifen und nahm sich bewusst Zeit, den Moment auf sich wirken zu lassen. Erst gegen 12 Uhr begann er, sich langsam fertig zu machen – schließlich war der Treffpunkt für die Trauung um 12:50 Uhr in der X-Lounge angesetzt.
Kurz vor der Zeremonie kam auch der Fotograf dazu, der sowohl Lauras als auch Gregors persönliche Vorbereitungen begleitete. Zunächst war er bei Laura im Raum, hielt klassische, emotionale Momente fest – wie ihre Mutter ihr den Schmuck anlegte oder sie in ihre Brautschuhe schlüpfte. Anschließend wechselte er zu Gregor. Bewusst entschieden sich die beiden gegen einen First Look und sahen sich bis zur Trauung nicht.
Die Trauung an Bord
Während sich die Hochzeitsgesellschaft bereits in der Lounge versammelt hatte, wartete Laura gemeinsam mit ihrem Vater in der Kabine. Gregor stand zu diesem Zeitpunkt schon am Traualtar. Etwa zehn Minuten vor Beginn wurden Laura und ihr Vater von der Hochzeitsplanerin abgeholt und zur Lounge begleitet. Dort erhielt sie ihren Brautstrauß, bevor um Punkt 13 Uhr der Einzug begann – Arm in Arm mit ihrem Vater. Die Zeremonie nahm ihren Lauf.
Durch die Trauung führte der Kapitän selbst. Gegen 13:20 Uhr folgte der emotionale Höhepunkt: das Jawort. In genau diesem Moment ertönte dreimal das Schiffshorn – ein Gänsehautmoment für alle Anwesenden. Begleitet wurde dieser Augenblick von Live-Musik mit dem Lied „Dir gehört mein Herz“ von Phil Collins. „Spätestens da sind bei allen die Dämme gebrochen“, erinnert sich Gregor. Taschentücher wurden zum stillen Begleiter der Zeremonie.
Ein Tag voller besonderer Momente auf dem Meer
Vier Sängerinnen und Sänger, begleitet von einem Klavier, sorgten für eine besonders intensive Atmosphäre. Im Anschluss an die Trauung folgten die ersten Fotos, das Anschneiden der Hochzeitstorte und eine ganz besondere Einladung: Der Kapitän bat das Brautpaar und die Gäste auf die Schiffsbrücke. Dort durfte die Hochzeitsgesellschaft einen Blick hinter die Kulissen werfen, Fragen stellen und weitere Erinnerungsfotos machen. Die Offiziere erklärten die nautischen Instrumente, und Laura und Gregor durften sogar – ganz symbolisch – auf dem Kapitänsstuhl Platz nehmen, als würden sie das Schiff selbst steuern. Ein Moment, der beiden besonders in Erinnerung geblieben ist.
Feiern auf dem Schiff
Gemeinsam mit Fotograf und Videograf entstanden an verschiedensten Orten an Bord unzählige Fotos und Videos – ein Shooting, das sich über zwei bis drei Stunden erstreckte. Ein großer Vorteil der Hochzeit auf dem Schiff zeigte sich genau hier: Währenddessen konnten die Gäste ihre Zeit ganz entspannt gestalten, Livemusik in der Schaubar genießen, Getränke und kleine Snacks zu sich nehmen oder sich kurz auf die Kabine zurückziehen. Um 18 Uhr traf sich die Hochzeitsgesellschaft schließlich im Steak-Restaurant. Die Dekoration aus dem Trau-Raum wurde vom Schiff übernommen und für das Dinner wiederverwendet – Blumen, Besteck und liebevolle Details fanden sich nun auch auf den Tischen wieder. Noch vor dem Essen folgte ein weiterer emotionaler Moment: Die beiden TrauzeugInnen hielten ihre Reden. Zudem überraschte Gregors Mutter das Paar mit einem ganz besonderen Geschenk – einem Sternzertifikat. Ein Stern, der fortan ihren Namen trägt.
Ein Abend voller Nähe
Eine weitere, fast schicksalhafte Besonderheit dieses Tages: Lauras Eltern feierten genau an diesem Tag ihren 35. Hochzeitstag. Ohne es geplant zu haben, heirateten Tochter und Eltern somit am selben Datum – zustandegekommen durch die terminlichen Vorgaben des Schiffs. Ein stiller, berührender Moment für die ganze Familie.
Nach dem Dinner ließ das Paar den Abend entspannt ausklingen. Ohne großes Programm, dafür mit vielen Gesprächen, Nähe und dem Gefühl, genau die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Eine Hochzeit, die nicht nur auf dem Meer stattfand, sondern sich auch genauso frei anfühlte.