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Fashion ABC für Männer: Die wichtigsten Stilbegriffe einfach erklärt

Mode steckt voller Begriffe, die oft Fragezeichen hinterlassen. In unserem großen Fashion ABC erklären wir dir die wichtigsten Fachausdrücke.

Mode steckt voller Begriffe, die oft Fragezeichen hinterlassen. In unserem großen Fashion ABC erklären wir dir die wichtigsten Fachausdrücke.

Detailaufnahme eines Bräutigams im roséfarbenen Anzug mit Fliege, Einstecktuch und feiner Reversnadel.
Anzug: Immediate

Budapester Style

Der sogenannte Budapester beschreibt einen klassischen Schnürschuh, der durch seine markanten Lochmuster – das sogenannte Brogueing – ins Auge fällt. Typisch sind die breit gearbeitete Flügelkappe und oft auch eine zweifarbige Gestaltung. Charakteristisch ist außerdem die eher kräftige, häufig profilierte Sohle, die den Budapester überraschend robust macht.

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Brogue-Verzierung

Unter Brogue-Verzierung versteht man die dekorativen Lochmuster, die bei vielen klassischen Herrenschuhen zu sehen sind. Diese kleinen, gleichmäßig angeordneten Perforationen werden nicht zufällig gesetzt, sondern folgen einem klaren Muster entlang von Nähten und Kanten. Ursprünglich hatten diese Löcher sogar eine praktische Funktion: In Irland und Schottland wurden sie bei Arbeitsschuhen genutzt, damit Wasser schneller aus dem Schuh entweichen konnte.

Bügelfalte

Unter einer Bügelfalte versteht man die scharf eingeprägte Linie, die vorne und hinten längs über eine Hose verläuft. Sie ist ein klassisches Merkmal formeller Herrengarderobe und findet sich vor allem an eleganten Stoffhosen oder Anzughosen.

Car Shoe

1963 entwickelte Ginni Mostile einen Schuh, der speziell fürs Autofahren gedacht war – den später ikonischen „Original Car Shoe“. Sein Markenzeichen ist eine flexible Ledersohle, in die zahlreiche kleine Gumminoppen eingelassen sind. Diese Noppen ziehen sich bis über die Ferse hoch und schützen so den Schuh beim Treten der Pedale. Gefertigt wie ein Mokassin und meist aus weichem Veloursleder, trägt sich der Car Shoe besonders angenehm und passt sich leicht dem Fuß an. Er wird häufig barfuß getragen und ist damit ein perfekter Begleiter für warme Tage.

Cutaway-Kragen

Ein markanter Hemdkragen mit weit geöffneten Kragenschenkeln, der sofort moderne Eleganz ausstrahlt. Durch seine großzügige Form bietet er idealen Raum für größere, perfekt gebundene Krawattenknoten und verleiht dem gesamten Look eine selbstbewusste, zeitgemäße Note.

Dreiteiler

Ein Dreiteiler bezeichnet einen Anzug, der aus drei aufeinander abgestimmten Kleidungsstücken besteht: Sakko, Hose und Weste. Diese Kombination gilt als besonders elegant, da die Weste dem Outfit zusätzliche Struktur gibt und dem Look eine formelle, feierliche Note verleiht.

Einstecktuch

Ein kleines, aber wirkungsvolles Detail: Das Einstecktuch in der Brusttasche verleiht jedem Sakko im Handumdrehen mehr Eleganz. Ob aus schimmernder Seide, edlem Leinen oder softer Baumwolle – es setzt gezielte Farbakzente, sorgt für optische Tiefe und bringt individuelle Persönlichkeit in jeden Look.

Fliege

Eine Fliege ist die ikonische Schleife, die es sowohl zum Binden als auch als vorgefertigte Variante gibt. Traditionell gehört sie zum klassischen Smoking-Look, erlebt aber auch in lässigeren Outfits ein stilvolles Revival und verleiht jedem Look eine charmante, festliche Note.

Flügelkappe

Als Flügelkappe bezeichnet man ein zusätzliches Lederteil auf der Schuhspitze, das sich seitlich ausbreitet und in seiner Form an kleine Flügel erinnert. Dieses dekorative Element ist besonders typisch für klassische Herrenschuhe mit Brogue-Verzierungen. Eines der bekanntesten Modelle ist der Budapester: Hier zeigt sich die Flügelkappe oft herzförmig und reich mit Lochmustern versehen, die sich bis zu den Seiten des Schafts fortsetzen. Bei sogenannten Longwings verläuft die Flügelkappe sogar rund um den gesamten Schuh und endet erst an der Ferse – ein markantes Detail, das diesen Schuhstil unverwechselbar macht.

Galonstreifen

Galonstreifen haben ihren Ursprung in der Militärmode des frühen 19. Jahrhunderts. Damals kennzeichneten die seitlich angebrachten, schmalen Streifen an der Hose den Rang von Offizieren und Admirälen. Heute findet man dieses elegante Detail nicht nur an Uniformen, sondern traditionell auch an Smoking- und Tuxedo-Hosen. Darüber hinaus hat der Galonstreifen längst seinen Weg in die moderne Mode gefunden: Als dekoratives Element verleiht er Hosen einen edlen Touch und lässt das Bein optisch länger wirken – ein kleiner Streifen mit großem Effekt.

Gehschlitz (Vent)

Der Gehschlitz bezeichnet einen oder mehrere Schlitze im Rücken eines Sakkos, die für zusätzliche Bewegungsfreiheit sorgen. Ein einzelner Schlitz wirkt klassisch und formeller, während zwei seitliche Schlitze eine modernere, elegantere Silhouette schaffen.

Kissing Buttons

Kissing Buttons nennt man die eng aneinanderliegenden Knöpfe an den Ärmeln eines Sakkos, die sich beinahe berühren – als würden sie sich „küssen“.

Kragensteg

Der Kragensteg ist das schmale Stoffband zwischen Kragen und Hemdoberteil, das dem Kragen seine stabile Form verleiht. Bei hochwertigen Hemden ist er besonders präzise gearbeitet – für einen eleganten Look und einen perfekten Sitz rund um den Hals.

Manschette

Die Manschette ist der untere, verstärkte Teil eines Hemdärmels, also der Bereich rund um das Handgelenk. Sie kann auf verschiedene Arten gestaltet sein, zum Beispiel mit Knöpfen oder als sogenannte Doppelmanschette, die umgeschlagen und mit Manschettenknöpfen fixiert wird.

Manschettenknöpfe

Manschettenknöpfe sind elegante Schmuckstücke, mit denen man die umgeschlagenen Doppelmanschetten eines Hemdes befestigt. Sie gelten als edles Detail und ermöglichen es Männern, durch Material, Farbe oder Gravur subtil Persönlichkeit zu zeigen.

Oxford Style

Für Männer mit Sinn für Eleganz ist ein Oxford-Schuh eine sichere Wahl. Dieser Klassiker reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück, und sein Name verweist auf die Region in England, in der der Stil seinen Ursprung fand.
Seit den 1920er-Jahren präsentiert sich der Oxford in der Form, die wir heute kennen: eine klare, geschlossene Schnürung, die eine schmale Silhouette erzeugt und dem Schuh eine besonders formelle Ausstrahlung verleiht.

Passformen

Die Passform wird als Slim Fit, Modern Fit oder Regular Fit angegeben. Diese Begriffe helfen Männern, je nach Figur und Anlass die passende Silhouette zu wählen: Slim Fit bedeutet körpernah und schmal, Modern Fit ist leicht tailliert, aber bequem und Regular Fit ist klassisch und weiter geschnitten.

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Patten-Tasche

Eine Patten-Tasche ist die typische Klappentasche am Sakko: Über der eigentlichen Tasche liegt eine Stoffklappe, die Patte, die den Eingriff bedeckt und schützt. Dieses Detail betont die Linienführung des Jackets und wirkt je nach Breite, Form und Verarbeitung mal sportlicher, mal eleganter. Die Patten-Tasche gehört zu den am häufigsten verwendeten Taschentypen und prägt durch ihre sichtbare Klappe den Gesamteindruck des Sakkos deutlich.

Revers

Als Revers bezeichnet man den vorderen, nach außen umgeschlagenen Teil eines Jacketts, Blazers oder Mantels. Zusammen mit dem Kragen bildet es die sogenannte Fasson und genau diese Form entscheidet darüber, ob ein Kleidungsstück eher formell, sportlich oder entspannt wirkt. Es gibt verschiedene Reversarten: das klassische fallende Revers, das elegante steigende Revers sowie den weichen Schalkragen, der ohne scharfe Kante auskommt. In der Herrengarderobe sind Business-Sakkos meist mit einem fallenden Revers ausgestattet, während etwa modische Damenmäntel häufig einen Schalkragen aufweisen. Das Revers ist damit ein zentrales Stilelement, das den Charakter eines Outfits maßgeblich prägt.

Sakko vs. Blazer

Ein Sakko ist Teil eines Anzugs und aus dem gleichen Stoff wie die Hose gefertigt. Ein Blazer steht für sich alleine und wird meist aus robusteren Stoffen hergestellt – oft auch mit markanteren Knöpfen.

Sartorial

Das Wort sartorial stammt ursprünglich aus dem Englischen und bedeutet wörtlich „maßgeschneidert“. Während es dort eher allgemein für alles rund um Kleidung verwendet wird, hat sich im Deutschen ein speziellerer Bedeutungsrahmen etabliert. Hier steht sartorial häufig für besonders hochwertige, oft handwerklich gefertigte Mode – meist im Bereich der klassischen Herrenbekleidung. Der Begriff wird genutzt, um Eleganz, exzellente Schnitte oder sorgfältige Verarbeitung hervorzuheben und damit eine klare Abgrenzung zu Massenware zu schaffen. Eine feste Definition gibt es dabei nicht: Sartorial kann sowohl meisterliche Schneiderkunst als auch stilvolles Design oder eine außergewöhnlich gute Passform beschreiben.

Side Adjusters

Side Adjusters sind seitliche Versteller an der Hose, die eine präzise Weitenregulierung ermöglichen und den Gürtel überflüssig machen. Sie sorgen für eine cleane, elegante Silhouette und sind besonders bei hochwertigen Anzughosen ein geschätztes Detail.

Smokinghemd

Ein spezielles Hemd für den Smoking, meist mit verdeckter Knopfleiste, Umschlagmanschetten und oft mit einer fein strukturierten Front, zum Beispiel mit Plissee. Es macht das Black-Tie-Outfit erst richtig komplett.

Tapered Fit

Ein Tapered Fit beschreibt eine Hosenform, die an Hüfte und Oberschenkeln angenehm bequem sitzt und zum Knöchel hin schmaler wird. Modern, sportlich und gleichzeitig elegant tragbar.

Windsor

Ein voluminöser, perfekt symmetrischer Klassiker, der besonders gut zu breiten Kragenformen passt. Der Windsor-Knoten wirkt edel, ausdrucksstark und verleiht jedem Outfit eine souveräne Präsenz – ideal für eure Hochzeit.

Zweireiher

Ein Zweireiher ist ein Sakko oder Mantel mit zwei parallelen Knopfreihen, die ihm sofort eine formellere, markante Ausstrahlung verleihen. Durch seine strukturierte Form und den klassisch inspirierten Schnitt bringt er einen Hauch von Vintage-Eleganz und selbstbewusstem Stil in jedes Outfit.